Der ehe­ma­li­ge Regie­rungs­bun­ker in Ahr­wei­ler öff­ne­te für die Klas­se FSAHP 14 b der Juli­us-Wege­ler-Schu­le Koblenz (Fach­schu­len Alten­pfle­ge und Alten­pfle­ge­hil­fe) sei­ne atom­bom­ben­si­che­ren Tore. In Beglei­tung ihrer Rechts­kun­de- und Geschichts­leh­re­rin Anja Wei­sche­del sowie den Stu­di­en­re­fe­ren­da­ren Ben­ja­min Burck­schat und Eli­sa­beth Balogh, konn­ten die Schü­ler die unter­ir­di­sche Welt des ehe­ma­li­gen Bun­kers erkun­den. Dabei fand der Aus­flug sei­ne Ver­knüp­fung im Lern­mo­dul 4, wel­ches den 1. und 2. Welt­krieg the­ma­ti­siert. Den Fach­schü­lern wur­de vor Ort haut­nah bewusst, wel­che Sze­na­ri­en für einen poten­zi­el­len Drit­ten Welt­krieg erdacht wur­den. In einer zwei­stün­di­gen Füh­rung erhiel­ten sie einen ein­drucks­vol­len Ein­blick in das lan­ge Zeit geheims­te Bau­werk der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land. Bereits mit Beginn des Kal­ten Krie­ges ent­stand die Idee, einen Bun­ker zu erbau­en. 1959 erfolg­te der Aus­bau und 1971 wur­de er fertiggestellt.

In 110 Metern Tie­fe wird der Ost-West­kon­flikt wie­der leben­dig. Die Schü­ler konn­ten erle­ben, wie es sich anfüh­len könn­te, ohne Tages­licht, von der Außen­welt her­me­tisch abge­schirmt und ein­ge­sperrt zu sein. Beson­ders ein­präg­sam war für die ange­hen­den Alten­pfle­ger die Vor­stel­lung, dass die 3.000 aus­ge­wähl­ten Beam­ten im ato­ma­ren Ernst­fall ohne ihre Fami­li­en in den Bun­ker hät­ten flie­hen müssen. 

Nach die­sem beein­dru­cken­den, aber auch beklem­men­den Erleb­nis, freu­ten sich alle wie­der an der fri­schen Früh­lings­luft im Ahr­tal zu sein. Als nächs­tes stand ein Piz­ze­ria­be­such auf dem Pro­gramm, um gestärkt den Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Horst Gies zu einer Dis­kus­si­ons­run­de zu begrü­ßen. Herr Gies freu­te sich über die Ein­la­dung, um mit den Fach­schü­lern über aktu­el­le poli­ti­sche Ent­wick­lun­gen zu dis­ku­tie­ren. Die von den Schü­lern ent­wi­ckel­ten inhalt­li­chen Schwer­punk­te berühr­ten die The­men­fel­der Pfle­ge, Hos­piz­ar­beit sowie die Asyl­po­li­tik. Als beson­ders posi­tiv emp­fan­den es die Fach­schü­ler, dass sie ihre Anlie­gen aus ihrer Berufs­pra­xis mit Herrn Gies erläu­tern konn­ten. Der Abge­ord­ne­te stand ihnen Rede und Ant­wort und bedank­te sich für das Enga­ge­ment der Klasse.