Beeindruckt zeigte sich Horst Gies bei seinem Gespräch mit Vertretern der Sportvereine an der Mittelahr vom Wiederaufbaukonzept der SG Ahrtal. Nachdem die Flutkatastrophe die drei Naturrasenplätze in Schuld, Insul und Dümpelfeld sowie den Tennenplatz in Hönningen mit Nebengebäuden und Vereinsheimen zerstört hatte, gibt es nun Pläne, zukünftig gemeinschaftlich eine zentral in Insul neu zu errichtende Sportanlage gemeinschaftlich zu nutzen. Von einem „Leuchtturm der Kooperation“ sprach Gies bei seinem Besuch am zerstörten Sportplatz in Insul und lobte die ortsübergreifende Zusammenarbeit im Flutgebiet.

Unter den Vereinen der Spielgemeinschaft Ahrtal (SV Hönningen, SC Dümpelfeld, SV Insul und SVE Schuld) und den dazugehörigen Ortsgemeinden, war bereits kurz nach der Katastrophe die Idee aufgekommen, den Wiederaufbau „zusammen“ anzugehen. Für die drei Ortsgemeinden Schuld, Insul und Dümpelfeld wird nun der Neubau eines Kunstrasenplatzes in Insul favorisiert. Auch der SV Hönningen und die Ortsgemeinde Hönningen wollen dieses Projekt „über die Ortsgrenzen hinaus“ im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit unterstützen. Zusätzlich soll in Hönningen, möglichst am alten Standort, ein Naturrasenplatz als zweite Spiel- und Trainingsstätte entstehen.

Mit Blick auf die Anzahl der aktiven Mannschaften im Trainings- und Wettkampfbetrieb und hierbei vor allem im Jugendbereich, wünscht man sich, so der Vorsitzende der SG Ahrtal Peter Zimmermann, die Errichtung eines Kunstrasenplatz, da hiermit nicht nur eine moderne und attraktive Spieloberfläche geschaffen, sondern ebenso eine ganzjährige Nutzung der Anlage ermöglicht würde. Durch die heutigen Möglichkeiten, Kunstrasenplätze entweder ohne Füllmittel oder mit recycelbaren Stoffen wie Sand oder Kork zu errichten, würde dabei dem Natur-/Umweltschutz Rechnung getragen.

Zur Verwurzlung in den anderen Ortsgemeinden sieht das Konzept die Erstellung von Soccer Courts oder kostengünstigen Bolzplätzen in Dümpelfeld und Schuld vor. „Es ist wichtig, dass die Kinder- und Jugendlichen sowie auch ältere Generationen, auch außerhalb der Trainingszeiten eine Begegnungs- und Bewegungsstätte im Heimatort haben“ so Peter Zimmermann.

Bis auf das Gelände in Insul, befinden sich die Sportplatzflächen im sogenannten „vorläufigen, besonderen Gefährdungsbereich“ (gelbe Zone). Demnach trägt die Standortauswahl für den Wiederaufbau in Insul dem Hochwasserschutz Rechnung. Durch die vorgeschlagenen Wiederaufbaumaßnahmen würden in Zukunft von ehemals vier Fußballplätzen lediglich zwei Großspielfelder verbleiben.